Esther Grau

inspired by dreams

Über das Außer-sich-Sein beim Schreiben

Februar22

Matthias Nawrat bringt pointiert auch mein Schreibgefühl auf den Punkt:

“Ich schreibe, um außerkörperliche Erfahrungen zu machen. Ich schreibe, um außerpersönliche Erfahrungen zu machen. Ich schreibe, um die Erfahrungen von jemand anderem zu machen. Ich schreibe, weil nichts mich so sehr überraschen kann wie das, was beim Schreiben entsteht: Weil es nichts mit mir zu tun hat. Weil es von sich aus lebt. Weil es auch da sein könnte, wenn ich nie gewesen wäre. Ich schreibe, um das Gefühl zu haben, das sich einstellt, wenn mir wieder etwas „passiert“ ist. Ich schreibe, weil die größte Schönheit in der Welt in der Schönheit einer leuchtenden Wortkombination liegt, die ich noch nie gesehen habe. Ich habe ein tiefes Bedauern für Menschen, die nicht schreiben.”

Matthias Nawrat, Der Mückenschwarm

via isabo


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