Esther Grau

inspired by dreams

Verlagsvorschau acabus

Mai21

Jetzt wird es konkret! Die Verlagsvorschau des acabus Verlags für das Herbstprogramm ist online. Mit dabei: “Die wundersame Erkundung der Farbe Moll” (erscheint im August 2018). Hier ein kleiner Einblick:

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„Man gibt wieder, was man liebt“ – Ferdinand Hodlers 100. Todestag

Mai19

Heute vor 100 Jahren starb der Schweizer Maler Ferdinand Hodler. Seine Arbeiten – insbesondere die symbolistischen – sind mir während meiner Recherche und Arbeit am aktuellen Roman sehr ans Herz gewachsen.

Zum 100. Todestag gibt es im Netz so viele schöne Beiträge über Hodler, dass ich hier ein paar Links zusammengestellt habe – viel Spaß beim Eintauchen in Hodlers Kunst:

“Lebenslanges Streben nach Perfektion”: Artikel des Deutschlandfunks

“Immer ist alles schön parallel: Artikel beim SRF

“Nationalmaler und Selbstmarketingprofi” hier zum Podcast.

Hodler als “Kunstheld” hier.

 

“Ich habe jeden Tag gemalt”: Ferdinand Hodler in der Bundeskunsthalle Bonn

Januar20

Zum diesjährigen Hodlerjahr zeigt die Bundeskunsthalle Bonn eine Werkschau des Schweizer Nationalmalers Ferdinand Hodler (1853-1918), einem der wichtigsten Maler der frühen Moderne. Die Ausstellung folgt wichtigen Etappen in Hodlers Leben – angefangen bei seinen Lehrjahren über die Zeit erster Fortschritte bis zu den internationalen Erfolgen und der Entwicklung seiner monumentalen Malweise. Monumentalität galt um 1900 als Inbegriff der Moderne.

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Hodler ließ die Impressionisten hinter sich, um eigene Stilmittel und Ausdrucksformen zu entwickeln. Charakteristisch ist die Ausbildung eines spezifischen Kompositionsprinzips, Parallelismus genannt, das von der symmetrischen Wiederholung gleicher Formen lebt. Überlebensgroße Gestalten, Wolken oder Linien rhythmisieren so den Raum. Hodlers Parallelismus bildet dabei nicht nur ein formales Prinzip, sondern symbolisiert die Gesetze der Natur, ihre Wiederholung und harmonische Ordnung. Diese Form der Naturverehrung stellt in Hodlers symbolistischen Gemälden ein Leitmotiv dar.

 

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Bekannt wurde Hodler vor allem für seine zahlreichen Gemälde Schweizer Landschaften. Der Thuner See gilt als eine seiner liebsten und entsprechend häufig gemalten Ansichten. Anekdote am Rande: Angeblich sah er dabei auch mal kopfüber durch die Beine, um die Farbe noch intensiver wahrzunehmen.

Hodler verdiente sein Geld immer wieder auch als Porträtmaler. Daneben fertigte er von sich selbst zahlreiche Porträts an, die seine Wandlung durch die verschiedenen Lebensalter veranschaulichen.

Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle (noch bis 28.1.18) ist insbesondere mit Unterstützung eines Audioguides ein Genuss. Für mich umso mehr, da Hodlers Bilder in meinem neuen Roman „Die wundersame Erkundung der Farbe Moll“, der im September erscheint, eine wichtige Rolle spielen.

 

Ein Abend mit Frau Droste: Lesung in Heidelberg am 4. Dezember 17

November25

In der heimeligen Bibliothek des Deutsch-Amerikanischen Instituts Heidelberg findet am 4. Dezember um 20.00 Uhr die nächste Veranstaltung zu “Grimms Albtraum: Annette von Droste-Hülshoff” statt. Autor Marcus Imbsweiler und Jutta Wagner vom DAI moderieren die Lesung mit Gespräch.

Herzliche Einladung!

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Frau Droste in Heidelberg

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Gut, es ist schon 181 Jahre her, aber sie war da. In Heidelberg macht Annette von Droste-Hülshoff am 1. November 1836 auf ihrer Rückreise aus der Schweiz Station. Gerade hat sie ihre Schwester Jenny und Schwager Joseph von Laßberg für längere Zeit besucht. Die beiden waren nach ihrer Heirat (1834) auf Laßbergs Schloss Eppishausen im Schweizer Thurgau gezogen. Ihren bekannten Wohnsitz Schloss Meersburg am Bodensee erwarben sie erst später. So bricht Annette von Droste-Hülshoff im Sommer 1835 auf, um ihre Schwester, mit der sie vorher die meiste Zeit unter einem Dach gelebt hatte, endlich wiederzusehen.

In der Schweiz unternimmt sie nicht nur zahlreiche Ausflüge, sondern steht ihrer Schwester auch bei deren erster Schwangerschaft bei. Die Geburt der Zwillinge Hildel und Gundel im März 1836 ist schwer und so bleibt Tante Annette – von den Nichten später ebenso liebevoll wie pragmatisch „Tanette“ genannt – noch fast acht Monate, um sich um den Nachwuchs zu kümmern („die Kinder sind zart, das eine geradezu schwächlich, aber sonst […] niedlich und freundlich“).

Am 29. Oktober 1836 bricht sie in Eppishausen auf und erreicht Heidelberg am 1. November. Wie sie die Stadt wohl gesehen hat? Zumindest die Alte Brücke mit den Doppeltürmen und das Schloss prägten schon damals die winterliche Stadtansicht.

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Nach der Nacht in Heidelberg reist Annette von Droste-Hülshoff über Mainz an den Rhein, wo sie den Winter bei Familie und Freunden in Köln und Bonn verbringt. Wegen des milden Klimas überwintert sie dort gern, doch dieses Mal gibt es allerlei Spannungen und Ärger mit einem Manuskript. Mitte Februar 1837 kehrt sie schließlich nach Münster zurück.

Inspiration der Nacht

Oktober5

Wie findet eine Schriftstellerin ihre Geschichten?

Dieser Frage geht das Tanzstück „Nightbook“ von Stephan Thoss nach, das das Nationaltheater Mannheim derzeit in neuer Bearbeitung zeigt. Das Stück spielt dabei tänzerisch und per Videoprojektion auf surrealistische Bilder des Malers René Magritte an.  So eröffnet sich ein Raum der Inspiration, in dem es zunächst um den Tanz mit dem eigenen Schatten geht, bis sich die Ideen und Geschichten auftun. Fantasie und Wirklichkeit – zunächst strikt getrennt – vermischen sich. Jetzt gilt es, sich den inneren Bildern zu stellen, um aus ihrem Reichtum zu schöpfen. Ein traumartiger Tanz mit Sogwirkung.

Der Tanzabend „Gesicht der Nacht zeigt daneben noch ein weiteres Werk. Das Tanzstück „var“ des Isländers Frank Fannar Pedersen, Tänzer und Choreograf, dreht sich um das, was „war“, d. h. um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Wie sehr sie die Bewegungsfreiheit einschränken kann, demonstrieren die Tänzer anschaulich anhand normierter, beinahe roboterartiger Bewegungen. Wagt es einer, sich freizutanzen, muss er Gehversuche im Unbekannten riskieren, um schließlich neue Schritte zu gehen. Für diesen Weg in die Gegenwart kreiert das Stück eine ganz eigene Poesie der Schuhe.

Aufführungen finden in diesem Jahr noch am 20. und 29. Oktober statt.

Übrigens hat das Nationaltheater Mannheim auch Loriots „Der Ring an einem Abend wiederaufgenommen, über den ich bereits hier einmal begeistert geschrieben habe. Ein Genuss nicht nur für Wagnerianer, sondern insbesondere für alle, die Wagners Ring komprimiert und ohne unnötigen Ernst kennenlernen möchten. Vorstellungen gibt es noch am 8. Oktober und 10. November.

 

 

Dialog der Kunstfiguren

September29

An der Promenade in Münster sieht die Büste der Annette von Droste-Hülshoff gleichmütig auf das Treiben der Stadt. Viel war dort los diesen Sommer während der stadtweiten Kunstausstellung Skulptur Projekte Münster, liegt doch Nicole Eisenmans Brunnenskulptur “Sketch for a Fountain” direkt zu Füßen von Frau Droste (und so sind auch an ihr die Verunstaltungen leider nicht vorübergegangen).

Spannungsreich wirkt das Zusammenspiel, weil die Münsteraner zu Frau Drostes Zeiten stilvoll über die Promenade flanierten und Brunnen vor allem durch ihr ästhetisches Aussehen beeindruckten. Die neue Brunnenskulptur führt dagegen zeitgenössische Lebensweisen vor und zeigt, wie wir uns heute mit der Bierdose in der Hand  locker und lässig in öffentlichen Grünanlagen vergnügen.

Sprachlos sieht Frau Droste zu.

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#Litcamp17 kommt näher …

Juni19

Nächstes Wochenende ist es schon so weit: Das Literaturcamp Heidelberg 2017 startet!

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Maimarkt Mannheim 2017

Mai1

Auf dem trubeligen Maimarkt Mannheim findet sich “Grimms Albtraum” in bester Gesesellschaft der Autoren aus Baden-Württemberg  wieder – und natürlich auch am Kooperationsstand der Verlag.

Passende Passagen zum Ort gab es bei der Lesung, immerhin kannte Annette von Droste-Hülshoff Mannheim von der Durchreise nach Meersburg und vor der Walpurgisnacht durfte die Erzählung eines mystischen Erlebnisses der Droste natürlich auch nicht fehlen …

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Nächste Lesung: Maimarkt Mannheim

April17

Die nächste Lesung aus “Grimms Albtraum: Annette von Droste-Hülshoff” gibt es am 30.04.2017 um 15.00 Uhr auf der Kulturbühne des Maimarkts Mannheim (Halle 10).

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