Esther Grau

inspired by dreams

Literatour Sils-Maria

Juli14

„Nun habe ich wieder mein geliebtes Sils-Maria im Engadin, den Ort, wo ich sterben will; inzwischen giebt er mir die besten Antriebe zum Noch-Leben…“ (Friedrich Nietzsche)

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“… und wieder fühle ich, daß hier und nirgends anderswo meine rechte Heimat und Brutstätte ist.” (Nietzsche, Juni 1883)

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Nietzsches Lieblingsort: die Halbinsel Chastè im Silsersee 

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„Hier […] ist mir bei weitem am wohlsten auf Erden.” (Nietzsche)

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Silser Seeufer

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Literatour (to be): Zürich

Juli18

Nach dem Buch ist vor dem Buch und so bin ich auf Recherchereise in der Schweiz, denn unterwegs werden die Geschichten leichter.

Zürich glüht.

Asphalt wabert, als zwei Anzugmänner vors Büro in die flirrende Hitze treten und lapidar befinden: „‘s ist mild.“

Kaum angekommen, fragt man mich nach einem Antiquariat und später nach der Bibliothek. Wenn es so etwas wie eine Buchaura gibt, wird sie langsam dichter, scheint es.

Alles hält sich im Schatten.

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Mein Weg führt mich ins Kunsthaus Zürich, ein kühler Ort in dieser Zeit, aber der Eingang ist die Hölle. Eines der sieben bronzenen Höllentore Rodins bewacht die Pforte, lässt dem Besucher die Dämonen dreidimensional entgegengeistern. Im Tor, dessen Gestalten Dantes Göttlicher Komödie entsprungen sind, hockt trotzdem schon der Denker, der sich erst später seinen eigenen Platz erkämpft.

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Besser, man lässt die ganze Hölle rechts liegen und betritt eilig die himmlischen Hallen der Künste.

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  • Ich mach was mit Büchern