Esther Grau

inspired by dreams

Jetzt im Buchhandel: Die wundersame Erkundung der Farbe Moll

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Ab sofort könnt ihr selbst auf “Wundersame Erkundung” gehen und in der Buchhandlung eures Vertrauens meinen neuen Roman bestellen.

Premierenlesung mit musikalischer Begleitung am 24. August 2018 um 19.00 Uhr im Caffè Auszeit (nomen est omen!) in Heidelberg am Neuenheimer Marktplatz. Eintritt frei.

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Countdown läuft: Bewerbung für die Vorab-Leserunde bei LovelyBoks

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Am 1. August erscheint mein neuer Roman “Die wundersame Erkundung der Farbe Moll” offiziell im Buchhandel. Vorab gibt es exklusiv bei LovelyBooks eine Leserunde, für die ihr eins von zehn Freiexemplaren (Print oder E-Book) gewinnen könnt. Ich werde die Gewinner beim Lesen der Reise durch die Schweiz begleiten und freue mich schon auf den Austausch. Wer mag, kann sich heute noch unter diesem Link bewerben.

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Wiedereröffnung der Kunsthalle Mannheim #KUMA

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Die Kunsthalle Mannheim feiert an diesem Wochenende seine offizielle Wiedereröffnung. Nachdem wir im Dezember schon die Architektur des Neubaus mit ersten Werken erkunden durften (Anselm Kiefers monumentales „Essence-Exsistence“!), präsentiert sich das Museum ab 1. Juni 2018 nun mit der kompletten Sammlung. Viele Besucher nutzten gleich am ersten Abend den Begegnungsraum gerne.

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Menschenmenge

Die Kunsthalle hat sich unter anderem dem Ziel verschrieben, Kunst unmittelbar erlebbar zu machen. Eingelöst wird der Anspruch besonders spürbar im Skulpturenraum mit der „Menschenmenge“. Skulpturen stehen lebensgroß und ohne hohen Sockel frei im Raum – Kunst auf Augenhöhe.

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Die Skulpturen sprengen dabei nicht nur räumliche, sondern auch zeitliche Grenzen. Weder stehen sie wie gewohnt ordentlich aufgereiht und erhaben dem Besucher gegenüber, noch sind sie chronologisch geordnet. Vielmehr versammelt der Raum Skulpturen aus einem Zeitraum von 150 Jahren. Auguste Rodins „Eve“ (1881) ist – passend für die Menschheitsmutter –  die älteste Skulptur im Raum. Eine der jüngsten ist Krištof Kinteras „Revolution“ (2005), die sich als Aufmerksamkeitsmagnet entpuppte, sendet der Junge, der seinen Kopf rhythmisch gegen die Wand schlägt, doch deutliche akustische Signale aus.

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Das Schönste aber – die Besucher sind in der Ausstellung schon mitgedacht:

„Die figurativen Skulpturen im Raum werden erst zur Menschenmenge, wenn sich die Betrachter zwischen sie mischen und eine neue Erfahrung machen: Körper unter Körpern, Ursprung der Kunst.“

Niedrigschwellliger kann man sich Kunst kaum denken.

Ferdinand Hodler

Dann machte ich mich auf die Suche nach den Gemälden des Schweizer Malers Ferdinand Hodler, denen ich durch meine Buchrecherche in den letzten Jahren nahe gekommen bin. „Das Lied aus der Ferne“ empfängt den Betrachter an prominenter Stelle im ersten Stock, gefolgt vom „Thunersee mit Stockhornkette“ im Nebenraum.

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Auf dem beeindruckenden Touchscreen im Foyer, der die digitalisierte Sammlung leicht zugänglich macht, kann man übrigens alle Informationen dazu aufrufen, sich thematische Verbindungen anzeigen und das Bild per QR-Code aufs Smartphone schicken lassen. Eine tolle Idee, die bei Groß und Klein gut ankam, denn wunderbarerweise kommen die Bilder dem Betrachter durch die Digitalisierung näher denn je – Kunst zum Anfassen, buchstäblich ohne Berührungsängste.

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Aus dem Schaudepot gibt es noch ein Bild-Suchbild: Finde den Hodler!

Tipp: Das Gemälde heißt „Schnee im Engadin“.

Hodler-Schnee im Engadin_Schaudepot

Zeit und Endlichkeit

Mir fiel auf, wie oft die Zeit in verschiedenen Zusammenhängen und Zugängen thematisiert wurde. Die freischwingende, pausenlos rotierende Uhr über dem Foyer dürfte wohl die Aufmerksamkeit jedes Besuchers wecken. Es handelt sich um „Die bewegte Leere des Moments“ von Alicja Kwade.

Kwade_Die bewegte Leere des Moments

In der Abteilung „Zwischen Form und Anti-Form“ beeindruckte mich in diesem Zusammenhang Klaus Rinkes Wandzeichnung aus Bindfäden und Bleiloten namens „Messinstrument für Zeitlosigkeit“, das ich schon für den Titel liebe.

Ringe_Messinstrument für Zeitlosigkeit

Mit Zeit und Geschichte spielt auch die Multimedia-Installation „The Refusal of Time“ des Künstlers William Kentridge, die schon auf der Documenta 13 mit suggestiven Rhythmen und mehreren simultanen Videoprojektionen rund um einen mysteriösen Blasebalg die Besucher multisensorisch in seinen Bann zog. Auf der Erklärungstafel wird das Kunstwerk unter der Überschrift „Statement gegen den Tod“ beschrieben und ein solches ist übrigens auch die Dachterrasse des Neubaus – nichts für Höhenängstliche …

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Noch läuft das (freie) Eröffnungswochenende – also schnell hin und in die Kunst eintauchen!

Verlagsvorschau acabus

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Jetzt wird es konkret! Die Verlagsvorschau des acabus Verlags für das Herbstprogramm ist online. Mit dabei: “Die wundersame Erkundung der Farbe Moll” (erscheint im August 2018). Hier ein kleiner Einblick:

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„Man gibt wieder, was man liebt“ – Ferdinand Hodlers 100. Todestag

Mai19

Heute vor 100 Jahren starb der Schweizer Maler Ferdinand Hodler. Seine Arbeiten – insbesondere die symbolistischen – sind mir während meiner Recherche und Arbeit am aktuellen Roman sehr ans Herz gewachsen.

Zum 100. Todestag gibt es im Netz so viele schöne Beiträge über Hodler, dass ich hier ein paar Links zusammengestellt habe – viel Spaß beim Eintauchen in Hodlers Kunst:

“Lebenslanges Streben nach Perfektion”: Artikel des Deutschlandfunks

“Immer ist alles schön parallel: Artikel beim SRF

“Nationalmaler und Selbstmarketingprofi” hier zum Podcast.

Hodler als “Kunstheld” hier.

 

“Ich habe jeden Tag gemalt”: Ferdinand Hodler in der Bundeskunsthalle Bonn

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Zum diesjährigen Hodlerjahr zeigt die Bundeskunsthalle Bonn eine Werkschau des Schweizer Nationalmalers Ferdinand Hodler (1853-1918), einem der wichtigsten Maler der frühen Moderne. Die Ausstellung folgt wichtigen Etappen in Hodlers Leben – angefangen bei seinen Lehrjahren über die Zeit erster Fortschritte bis zu den internationalen Erfolgen und der Entwicklung seiner monumentalen Malweise. Monumentalität galt um 1900 als Inbegriff der Moderne.

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Hodler ließ die Impressionisten hinter sich, um eigene Stilmittel und Ausdrucksformen zu entwickeln. Charakteristisch ist die Ausbildung eines spezifischen Kompositionsprinzips, Parallelismus genannt, das von der symmetrischen Wiederholung gleicher Formen lebt. Überlebensgroße Gestalten, Wolken oder Linien rhythmisieren so den Raum. Hodlers Parallelismus bildet dabei nicht nur ein formales Prinzip, sondern symbolisiert die Gesetze der Natur, ihre Wiederholung und harmonische Ordnung. Diese Form der Naturverehrung stellt in Hodlers symbolistischen Gemälden ein Leitmotiv dar.

 

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Bekannt wurde Hodler vor allem für seine zahlreichen Gemälde Schweizer Landschaften. Der Thuner See gilt als eine seiner liebsten und entsprechend häufig gemalten Ansichten. Anekdote am Rande: Angeblich sah er dabei auch mal kopfüber durch die Beine, um die Farbe noch intensiver wahrzunehmen.

Hodler verdiente sein Geld immer wieder auch als Porträtmaler. Daneben fertigte er von sich selbst zahlreiche Porträts an, die seine Wandlung durch die verschiedenen Lebensalter veranschaulichen.

Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle (noch bis 28.1.18) ist insbesondere mit Unterstützung eines Audioguides ein Genuss. Für mich umso mehr, da Hodlers Bilder in meinem neuen Roman „Die wundersame Erkundung der Farbe Moll“, der im September erscheint, eine wichtige Rolle spielen.

 

Literatour Sils-Maria

Juli14

„Nun habe ich wieder mein geliebtes Sils-Maria im Engadin, den Ort, wo ich sterben will; inzwischen giebt er mir die besten Antriebe zum Noch-Leben…“ (Friedrich Nietzsche)

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“… und wieder fühle ich, daß hier und nirgends anderswo meine rechte Heimat und Brutstätte ist.” (Nietzsche, Juni 1883)

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Nietzsches Lieblingsort: die Halbinsel Chastè im Silsersee 

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„Hier […] ist mir bei weitem am wohlsten auf Erden.” (Nietzsche)

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Silser Seeufer

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Literatour (to be): Zürich

Juli18

Nach dem Buch ist vor dem Buch und so bin ich auf Recherchereise in der Schweiz, denn unterwegs werden die Geschichten leichter.

Zürich glüht.

Asphalt wabert, als zwei Anzugmänner vors Büro in die flirrende Hitze treten und lapidar befinden: „‘s ist mild.“

Kaum angekommen, fragt man mich nach einem Antiquariat und später nach der Bibliothek. Wenn es so etwas wie eine Buchaura gibt, wird sie langsam dichter, scheint es.

Alles hält sich im Schatten.

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Mein Weg führt mich ins Kunsthaus Zürich, ein kühler Ort in dieser Zeit, aber der Eingang ist die Hölle. Eines der sieben bronzenen Höllentore Rodins bewacht die Pforte, lässt dem Besucher die Dämonen dreidimensional entgegengeistern. Im Tor, dessen Gestalten Dantes Göttlicher Komödie entsprungen sind, hockt trotzdem schon der Denker, der sich erst später seinen eigenen Platz erkämpft.

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Besser, man lässt die ganze Hölle rechts liegen und betritt eilig die himmlischen Hallen der Künste.

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  • Ich mach was mit Büchern