Tierisch beweglich
Lieblingssatz beim Yoga:
“Wir gehen in den Hund und heben das rechte Bein.”
Lieblingssatz beim Yoga:
“Wir gehen in den Hund und heben das rechte Bein.”
Was tun, wenn das Gegenüber Blech redet? Bei Robotern ist das nicht so unwahrscheinlich. Wer Missverständnissen vorbeugen möchte, lernt am besten ROILA. Die Kunstsprache wurde entwickelt, um die Kommunikation mit Robotern zu verbessern, daher auch der Name: Robot Interaction Language (ROILA).
Sprachwissenschaftlich ein spannendes Projekt, weil es mit minimalen Voraussetzungen eine komplexe Kommunikationsbasis erschaffen will. (Das Sprachsystem wird immer noch verfeinert.)
Der Wortschatz wurde in Anlehnung an ein vereinfachtes Englisch (Basic English) aus lediglich 850 Vokabeln mit Hilfe eines Computeralgorithmus’ geschaffen. Dieser folgt einem effizienten Prinzip: Je häufiger die Vokabelverwendung, desto kürzer das zugeteilte Wort. Für schnelleres Sprechen und Verstehen.
Die Grammatik ist ebenso ökonomisch, sie funktioniert ohne Ausnahmen regelhaft. Es gibt Nomen, Verben, Adjektive und Adverbien, aber weder Fälle noch Geschlechter (mit Ausnahme der Pronomen sie und er). Um grammatische Kategorien wie Plural oder Zeiten zu kennzeichnen, werden separate Wörter ergänzt, sodass alle anderen Wörter unverändert bleiben.
Beispiel:
I am walking to the house
Pito fosit bubas
(wörtlich: Ich gehen Haus)
I walked to the house
Pito fosit jifi bubas
(wörtlich: Ich gehen <Wortmarker für Vergangenheit> Haus)
Entsprechend erscheint „jifi“ in allen Sätzen, die in der Vergangenheit stehen.
Wer sich intensiver mit ROILA befassen möchte, findet hier nähere Informationen.
via beetlebum, der schon mal Vokabeln lernt
… und ihr Nachwuchs – hübsche Anekdote(n) zum Spracherwerb gibt’s bei Percanta.
Warum es sich lohnt, in der Sonne zu liegen …
Als kleiner Nachtrag hier Bölls pointierte Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral, die er 1967 als Zeitungskolumne verfasste.
Wer sich gerne vorlesen lässt, hört hier:
Außerdem gibt es einen schönen Kurzfilm nach der Erzählung:
Ein kühles Thema als erfrischende Abwechslung in der Sommerhitze:
Anatol Stefanowitsch hinterfragt den Mythos, dass Eskimos aufgrund ihres Lebensumfelds mehr Wörter für Schnee kennen.
„…Eskimos, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben als im Schnee herumzusitzen und über die neuesten, weiß in weiß gehaltenen Inneneinrichtungsideen für Iglus zu reden.“
Und hier zur Vorgeschichte.
Angeblich wurden die folgenden Fragen (F) tatsächlich auf einer südamerikanischen Tourismuswebsite gestellt und beantwortet (A):
F: Werde ich in den Straßen Elefanten sehen? (USA)
A: Hängt davon ab, wie viel Alkohol Sie trinken.
F: Wie läuft die Zeit in Südafrika? (USA)
A: Rückwärts. Bleiben Sie nicht zu lange, sonst sind Sie zu klein, um allein wieder zurückzufliegen.
F: Gibt es ATMs (Geldautomaten) in Südafrika? Und können Sie mir bitte eine Liste von diesen in Johannesburg, Kapstadt, Knysna und Jeffrey’s Bay schicken? (GB)
A: An was ist Ihr letzter Sklave gestorben?
F: Können Sie mir Informationen über Koalabärenrennen in Südafrika schicken? (USA)
A: AUS-TRA-LI-EN ist die große Insel in der Mitte des Pazifiks. AF-RI-KA ist der große dreieckige Kontinent südlich von Europa, wo es keine … ach, vergessen Sie’s. Sicher, Koalabärenrennen finden jeden Dienstagabend in Hillbrow statt. Kommen Sie nackt.
F: Welche Richtung ist Norden in Südafrika? (USA)
A: Sehen Sie nach Süden und drehen Sie sich dann um 180 Grad.
F: Kann ich Besteck in Südafrika einführen? (UK)
A: Wieso? Nehmen Sie doch die Finger, genau wie wir.
F: Gibt es Parfum in Südafrika? (Frankreich)
A: Nein, brauchen wir nicht. Wir stinken nicht!
F: Feiern Sie Weihnachten in Südafrika? (Frankreich)
A: Gelegentlich – das heißt ungefähr einmal im Jahr.
F: Gibt es die Beulenpest in Südafrika? (Deutschland)
A: Nein. Aber bringen Sie sie doch mit!
F: Werde ich dort Englisch sprechen können? (USA)
A: Sicher – wenn Sie diese Sprache beherrschen, können Sie sie auch dort sprechen.
F: Bitte schicken Sie mir eine Liste mit den Krankenhäusern, die ein Serum gegen Klapperschlangenbisse besitzen. (USA)
A: Klapperschlangen gibt es nur in A-ME-RI-KA, wo Sie herkommen. In Südafrika gibt es nur vollkommen harmlose Schlangen – diese können sicher gehandhabt werden und eignen sich hervorragend als Spielkameraden für Hamster und andere Haustiere.
F: Gibt es Supermärkte in Kapstadt, und gibt es das ganze Jahr über Milch? (Deutschland)
A: Nein, wir sind eine Nation von streng veganischen Beerensammlern. Milch ist bei uns illegal.
F: Regnet es eigentlich in Südafrika? Ich habe im Fernsehen noch nie gesehen, dass es regnet. Wie wachsen dort dann die Pflanzen? (UK)
A: Wir importieren alle Pflanzen voll ausgewachsen und buddeln sie hier ein. Dann schauen wir zu,wie sie langsam eingehen.
Quelle: http://lustich.de
Thomas Wollinger bringt es auf den Punkt:
“Die Leute fragen mich immer, wie ich das alles so durchkonstruiere in meinen Romanen, aber da ist nichts Konstruiertes, das ist alles nur passiert, das passiert in meinem Kopf und immer wieder und hört nicht auf. Mein Schreiben ist dann gut, wenn es bloßes Beobachten ist.”
Heute mal heiteres Titelraten: Das kleine Quiz stellt bizarre Buchtitel vor. Ausgedacht oder tatsächlich auf dem Markt? Das ist die Frage. Viel Spaß!
Mein Favorit: Die kleine Strickkonditorei – Kuchen, Törtchen und Gebäck aus Maschen
Jede Zeit bringt ihre eigenen Erfindungen hervor. Wer fürchtet, dass ihm der Gesprächsstoff ausgeht, wenn er eine persönliche Unterhaltung führt, bekommt jetzt elektronische Unterstützung.
Die emotional objects von Adam Farlie kommen den Kommunikationsgewohnheiten all jener Menschen entgegen, die sich in der Welt der neuen Medien so zu Hause fühlen, dass sie es im eigenen zu ungemütlich finden. Mit dem Kaffeeservice “sofi” lässt sich jede Konversation aufpeppen. Durch eingebaute Chips steht die Verbindung zum Internet. Dort werden relevante Informationen aus social communities wie facebook etc. gezogen und direkt auf die Untertasse projiziert.
Das Geschirr als virtueller Souffleur. Traurig? Witzig? Auf jeden Fall dem Zeitgeist verpflichtet.
via spoonfork
Aus aktuellem Anlass hier noch ein Artikel zur Inspiration: Der Guardian hat persönliche Schreibtipps bekannter Autor(inn)en veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, anderen Schreibenden bei der Arbeit über die Schulter zu sehen.
Es liegt in der Natur der Sache, dass die Regeln einander widersprechen. Worin sich jedoch alle einig sind: Die beste Methode, Schreiben zu lernen, ist zu schreiben.
Einige Empfehlungen lesen sich darüber hinaus sehr unterhaltsam, andere sprechen aus einer Erfahrung, die mehr als nur das Schreiben bereichert.
Meine fünf Favoriten:
“Imagine that you are dying. If you had a terminal disease would you finish this book? Why not? The thing that annoys this 10-weeks-to-live self is the thing that is wrong with the book. So change it. Stop arguing with yourself. Change it. See? Easy. And no one had to die.” (Anne Enright)
”You see more sitting still than chasing after.” (Jonathan Franzen)
“Honour the miraculousness of the ordinary.” (Andrew Motion)
“Editing is everything. Cut until you can cut no more. What is left often springs into life.” (Esther Freud)
“Remember writing doesn’t love you. It doesn’t care. Nevertheless, it can behave with remarkable generosity. Speak well of it, encourage others, pass it on.” (AL Kennedy)
Im Sinne der letzten Empfehlung Dank an Anke Gröner und die Kaltmamsell für diesen Schatz.